lalemub











{Juli 26, 2009}   Von Menschen die die Stille nicht ertragen…

.. sagt man, dass sie Angst vor dem Tod haben. Eine ziemlich gute Dozentin meinte im ersten Semester  in einem Seminar, das Menschen die nicht Still sein können und ständig reden müssen angst vor dem Tod haben. Sie reden förmlich um ihr Leben und können demnach die Stille nicht ertragen.

Was machen nun diese Menschen wenn sie andere Menschen nicht mehr um sich haben? Wenn alles sie an nervt und sie eine ziemlich geringe reiz schwelle haben. Alleine können sie nicht sein und unter Menschen auch nicht.

Was tun sie wenn sie sich nach Nähe sehnen und gleichzeitig die Entfernung suchen? Paradox? Ja. Vielleicht. Nein! Erklären kann ich es nicht, aber ist es nicht häufig, dass man Dinge im Leben anstrebt die sich widersprechen?

Auf der einen Seite möchten man ein sicheres Leben – arbeiten, heiraten,  Kinder bekommen,etc.. Man nimmt Dinge auf sich die einem zu wider sind, versucht alles um sich an eine alte Liebe oder einen gehassten Job zu klammern, dabei wäre eine Veränderung nicht schlecht. Doch davor haben sie angst.

Auf der anderen Seite wünscht man sich einfach alles hinter sich zu lassen und das Land zu verlassen. Einfach gehen und nie wieder einen Blick zurück auf das Leben was war  werfen. Wie viele Menschen wollen (einfach) frei sein und wie viele sind es schlussendlich?

Einfach die Ängste ablegen, das wäre schön. Das Studium werfen oder den Job den man hasst. Den Menschen die man mag einfach umarmen oder wenn man verliebt ist, es zu sagen ohne das ständige hin und her um die Fassade aufrecht zu halten. Warum muss immer alles so schwer sein? Es wäre doch viel leichter wenn alle sagen würden was sie denken und man sich nicht immer überlegen was andere denken und fühlen. Ist es nicht schwer genug seine eigenen Emotionen zu erforschen? Muss man da auch noch erraten was den anderen gerade bedrückt?

Und alles nur, weil kein Mensch schwächen eingestehen kann. Weil unsere tolle Gesellschaft so Leistungsorientiert ist, dass das schon aufs Privatleben abgefärbt hat und Menschen die Schwächen zeigen (!!, denn haben tun wir sie alle) direkt als unbrauchbar abgestempelt werden.

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Rouven says:

Danke für die Erinnerung daran. Wirklich.



vettisch says:

Respekt! Guter Artikel, nachdenklich gemacht!



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